Heute war im Radio ein Beitrag über Wissenschaftler, die untersuchten das Phänomen, dass man vergisst was man wollte, wenn man „zum Saftholen“ in die Küche geht. Da hab ich länger dran herumgedacht und über meinen Kleinen Klavierunterrichtladenmuss ich dazu folgendes sagen:
Immer wieder fragen mich Schüler, ob sie das was ich erzähle, alles behalten und üben müssen, um es mir dann in der nächsten Stunde zu präsentieren.
Das ist zwar ein gutes Streben, aber die Erfahrung lehrt, dass das ein Ding der Unmöglichkeit ist.
Ich gebe meinen Schülern IMMER einen pianistischen Supermarkt. Es kann sein, dass man alles haben will, aber man kann trotzdem nicht alles mitnehmen. Ich erzähle von Akkorden, Fingersätzen, Technik, Melodie, und so weiter, und was der Schüler behält, das kann er üben. Was ihm am Ende mehr einleuchtet, das bleibt auch besser hängen; Später wird er aus eigenem Antrieb den Rest lernen wollen. Meine Botschaft ist immer:
Spiel was Du LEICHT findest. Der Rest kommt dazu wenn Dir das leichte „zu“ leicht erscheint.
Und ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an meine Schüler, ihr macht mein Wachstum als Klavierlehrer erst möglich. Danke euch!!!
(ursprünglich veröffentlicht 11.Mai 2015)